ROPANA®-Methode/Roland Pauli, Fragen, Antworten, Erfahrungen

Fragen, Erklärungen, allgemeine Diskussionen und Erfahrungsberichte zu bestimmten Therapiekonzepten (reine Sprechtechniken, Non-Avoidance-Ansatz, ...). Für eine professionelle Beratung wende Dich bitte an die Fachberatung
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Roland Pauli
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Erfahrungsberichte und Eindrücke

Beitrag von Roland Pauli » 17. Juli 2008 21:45

Erfahrungsberichte und Eindrücke vom Ropana-Seminar mit dem Schwerpunkt Rhetorik 4. - 6. Juli 2008 in Burghausen/Bayern

Michael Gillert, Berlin:

Zum zweiten Mal nahm ich bereits an einem Ropana-Seminar in der malerischen Stadt Burghausen teil. Und wieder bin ich froh und zufrieden nach Hause gefahren.

Wir haben intensiv an unserem Sprechen gearbeitet und dabei viel Wert auf Rhetorik gelegt. Die freiwillige Mitgestaltung des örtlichen Gottesdienstes rundete das Seminar ab und gab uns viel Selbstvertrauen. Das Gefühl vor etwa 100 Menschen die offizielle Textlesung völlig flüssig zu halten, war großartig. Davon werde ich noch lange zehren.

Mit schwerer Symptomatik nahm ich vor etwa 2,5 Jahren erstmalig an einem Ropana-Seminar teil. Damals schaffte ich es noch nicht, diese sanfte Methode im Alltag anzuwenden. Jetzt – einige Seminare später, wende ich sie konsequent und permanent an und bin nahezu flüssig. Inzwischen arbeite ich sogar als selbständiger Berater und führe nun viele Gespräche. Vor 3 Jahren undenkbar! Das schöne an Ropana ist, dass man weiterspricht, wie man normalerweise redet. Kein unnatürliches Tönen, kein unpassendes Dehnen, kein abgehacktes oder monotones sprechen – einfach so wie alle anderen…

Es lohnt sich wirklich, sich mit dieser Methode zu beschäftigen. Ein herzliches Dankeschön an Roland Pauli.


Marianne Rether, Hermersberg:

Ein supertolles Wochenende in Burghausen ist zu ende gegangen. Die tolle Altstadt, die schöne Unterkunft und gute Verpflegung im Haus der Begegnung und das treffen von lieben Bekannten
haben mich schon gleich zu Anfang in eine gute Stimmung versetzt. Bei den Übungen in Kleingruppen und bei Freizeitaktivitäten hatte ich die Gelegenheit auch sehr nette neue Seminarteilnehmer kennenzulernen.

Den Samstagvormittag verbrachten wir damit die " 30 goldenen Rethorik-Tipps " durchzusprechen. Sie werden mich sicher neben den sehr wichtigen 69 Ropana-Leitsätzen und den 7 Basis-Leitsätzen im Alltag sprachlich unterstützen. Eine Freizeit - Besonderheit bei diesem Seminar waren am Samstagabend der Besuch des Straßentheaters an der Rott, das sich mit dem Stück "Othello" Geld einspielen wollte für die Ausgaben der nächsten Spielsaison.

Ausserdem ließen wir uns in einem netten Sraßencafe zum Tanzen zu Schlagern der 70ger, 80ger und 90ger Jahren hinreissen. Schon lange habe ich nicht mehr so ausgelassen getanzt. Es herschte eine tolle Stimmung! Das größte Hightlight bei diesem Seminar war das Vorlesen eines besinnlichen Spruches beim Gottesdienst am Sonntagvormittag in der Kirche des Hauses, an dem viele Menschen teilnahmen. Zum ersten Mal wir ich richtig zufrieden mit meinem Lesen.

Auf dem Heimweg am Nachmittag mit dem Zug, konnte ich dann gleich das geübte umsetzen. Im Münchner Hauptbahnhof wurde kurz vor der Abfahrtszeit per Lautsprecher mitgeteilt, dass mein Zug, der IC Richtung Mannheim - Saarbrücken wegen Unwetter zwischen München und Augsburg, ausfällt. Für mich begann nun eine aufregende Zeit. Ich musste mich beim Bahnhofs - und Zugpersonal durchfragen, einige Male mehr umsteigen und wurde auch von anderen Fahrgästen in Gespräche verwickelt. Schließlich kam ich dann gegen 23:30 gut erhalten zu Hause an.


Harald Ehrschwendtner, Mauerkirchen/Österreich:

Das Ropana-Seminar 2008 in Burghausen war für mich wieder die Gelegenheit, neue Aspekte der Methode zu gewinnen und darüberhinaus einige nette Leute kennenzulernen und alte Bekannte wiederzusehen. Roland ließ uns neben den Übungseinheiten genügend Freizeit zur Wanderung auf die Burg und zum Wöhrsee und Einkehr in diverse Lokale der Stadt. Auch hatten wir die seltene Möglichkeit, einem Straßentheater als Zuschauer beizuwohnen.


Brigitte Friedrich, Weilheim:

Ropana, immer wieder mal und immer gerne. Alte Freunde wieder sehen, neue kennenlernen, selbst aus Berlin und Lemgo. Unsere Textbeiträge im Gottesdienst waren auch dieses Mal das Highlight, für uns selber und die Gemeinde. Welch ein Geschenk, vor so vielen interessierten Menschen vorlesen zu dürfen ! Am Samstagabend tobten wir uns alle mit Begeisterung auf der Tanzfläche aus, die fest in unserer Hand war. In der Altstadt wurde „Othello“ von einer Straßentheatergruppe aufgeführt. Ein tolles Vorbild für uns: Sprechtempo, Lautstärke, Modulation, akzentuiertes Sprechen – es passte einfach alles ! Durch die Ropana - Methode wurde mein Sprechen wieder ruhiger und ich konnte nach langer Zeit in der Vorstellungsrunde meinen Namen ohne Block sagen. Wir bekamen viele Anregungen und Tipps, aber leider kam die freie Rede zu kurz, dafür hatten wir sehr wenig Zeit zum Üben.


Tina Mittelmeier, Freiburg:

Neben der herrlichen Gegend von Burghausen, das schöne Wetter und die gute Verköstigung hat das Seminar mir wieder neue Impulse gegeben. Besonders die Suggestionen der Ropana-Methode tun mir gut und bringen Ruhe in mein Sprechen.


Thomas Huber, Seeon:

Pünktlich zum Seminar Bilderbuchwetter, ausgezeichnete Unterkunft, nette Leute und einen immer positiv gestimmten Seminarleiter, was soll da noch schiefgehen. Am Freitag Abend stimmte uns Roland gleich auf die Methode ein. Bei mir kam langsam aber sicher die "Ruhe" wieder zurück, so daß ich am Sonntag im Gottesdienst relativ sicher meinen Vortrag darbringen konnte. "Ich spürte eine tiefe Ruhe in mir" und fuhr relaxt nach Hause.


Barbara Thiel, Karlsruhe:

Mir hat am Wochenende in Burghausen sehr gut die Übungen in der Kirche beim Gottesdienst gefallen, weil es eine große sprachliche Herausforderung war.


Ludger Srickfaden, Karlsruhe:

Durch die Diskussion in der Kleingruppe über ein bestimmtes Thema fand ein intensiver Gedankenaustausch statt. Ich fühlte mich dadurch motiviert, als Sprecher der Gruppe die Ergebnisse vorzutragen. Die rege Diskussion in der Großrunde über die Aussagen der Leitsätze zur Rhetorik brachten mir viele neue Erkenntnisse.

Die Mitgestaltung des Gottesdienstes durch Textlesungen war eine gelungene Sache. Im Vorfeld boten sich ausreichend Gelegenheiten, sich darauf vorzubereiten. Die Aufnahme der Textlesungen auf Video war sehr hilfreich. Der Spaziergang zur Burg am Samstag nachmittag und das Tanzen am Samstag abend im Cafe Uhu rundeten das Seminar ab.
Zuletzt geändert von Roland Pauli am 1. August 2008 11:49, insgesamt 1-mal geändert.

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ROPANA®-Methode/Roland Pauli, Fragen, Antworten, Erfahrungen

Beitrag von Roland Pauli » 30. Juli 2008 23:37

Nach ein später eingetroffener Erfahrungsbericht:

Für mich war es das erste Seminar der BVSS, welches ich besuchte – aber bestimmt nicht das letzte!
Neben dem gemeinsamen Üben und den nützlichen Tipps von Roland waren für mich insbesondere die Gespräche und der Austausch mit den anderen Teilnehmern von großer Bedeutung. Mir imponierte die Art und Weise, wie sie mit ihrem Stottern ihr Leben meistern und ich durfte das Gefühl erleben, als Gruppe von Stotterern in der Öffentlichkeit stark zu sein. Davon motiviert, kehrte ich wieder in meinen Alltag zurück und möchte mich auf diesem Weg nochmals bei allen ganz herzlich bedanken.
Klarissa

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Re: ROPANA®-Methode/Roland Pauli, Fragen, Antworten, Erfahrungen

Beitrag von sebi18 » 10. März 2009 17:44

Hallo,alle zusammen.

Ich bin ein leichter Stotterer aber bei Streßsituationen wird es stärker.Ich versuche seit kurzer zeit die ropana methode allerdings verstehe ich manches nicht bzw will ich sichergehen ob ich die therapie richtig anwenden.Ich mache das folgendermaßen:Ich lese mir in der früh und am Abend die Leitsätze und versuche sie zu verinnerlichen.Wenn ich Stottern merke besinne ich mich auf die drei grundregeln(pause,kühle,zeit).beim nachbereiten habe ich jedoch das Problem dass ich nicht weiß wie ich das angehen soll.
Soll ich mir Sätze vom Tag merken und dann daheim in Ruhe und ohne Spannung sprechen oder reicht es sich nur die Stotterwörter einzuprägen und einen fantasiesatz daraus zu bilden oder virelleicht auch nur die stotterwörter alleine zu sprechen????

Liebe Grüße an alle

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Re: ROPANA®-Methode/Roland Pauli, Fragen, Antworten, Erfahrungen

Beitrag von Roland Pauli » 10. März 2009 23:17

sebi18 hat geschrieben:Hallo,alle zusammen.
...beim nachbereiten habe ich jedoch das Problem dass ich nicht weiß wie ich das angehen soll.
Soll ich mir Sätze vom Tag merken und dann daheim in Ruhe und ohne Spannung sprechen oder reicht es sich nur die Stotterwörter einzuprägen und einen fantasiesatz daraus zu bilden oder virelleicht auch nur die stotterwörter alleine zu sprechen????

Liebe Grüße an alle
Hallo Sebi,

gut, dass du hinterfragst.
Zum Thema Nachbereitung einige Passagen aus meinem Ropana-Buch-Entwurf:

Wichtig ist mir geworden, negativ verlaufene Sprechergebnisse nicht stehen zu lassen, sondern sie möglichst sofort aufzuarbeiten, d.h. nachzubereiten. Früher hatte ich mich nach Stottererlebnissen oft fertig, hilflos und enttäuscht gefühlt, aber nichts Konkretes gemacht, damit mir das nicht wieder passiert. Wenn du es nicht gleich nach dem Stotterereignis schaffst, mache es spätenstens am Abend.

Am Abend solltest du den Tag noch einmal Revue passieren lassen und gestotterte Passagen flüssig für dich durchsprechen, damit du ein gutes Gefühl bekommst, weil du die Dinge, die tagsüber nicht so gut geklappt und dich damit vielleicht belastet hatten, wenigsten jetzt flüssig aussprechen konntest.
Es genügt, gestotterte Passagen sinngemäß nachzubereiten. Oft fällt einem dann in aller Ruhe sogar nocheine bessere Formulierung ein, die man dann auch nehmen darf. So kann man nicht nur eine sprechmotorisch, emotionale Nachbereitung machen, sondern auch eine, die die sprachliche Ausdrucksfähigkeit weiter entwickelt.

In vielen Alltagssituationen kann das Gefühl aufkommen, nicht so viel Zeit zu haben wie man bräuchte, um in die Sprechruhe zu finden und ruhig mit dem Sprechen zu beginnen. Oft fühlt man sich unbewusst gedrängt oder will einfach selbst zu schnell starten, weil man denkt, dass der Gesprächspartner das von einem erwartet. Da ist es sinnvoll, nach Gesprächen in Ruhe zu reflektieren, wie die Situation tatsächlich war. Wenn man im Nachhinein etwas betrachtet, bekommt man ganz oft einen anderen Blickwinkel und kann dann vielleicht feststellen, dass man sich selbst hineingestresst hat und man sich wesentlich mehr Zeit hätte gönnen können. Diese Nachbewertung ist sehr wertvoll für eine objektiviere Beurteilung der erlebten Sprechsituation.

Wichtig ist dann, sich klar zu machen, dass man beim Sprechen über seine Zeit verfügen darf, denn ich bin dafür verantwortlich, dass die Rahmenbedingungen für gutes Sprechen bei mir stimmen. Wenn ich in einem zu hohen Anspannungszustand spreche und dann stottere oder völlig blockiere, hilft das weder mir noch dem Gesprächspartner. Nicht mein Gegenüber kann für mich entscheiden, wann ich starte oder wie ich mit meinem hohen Anspannungslevel umgehe, sondern nur ich kann das, und nur ich habe das in meinen Händen. Auch wenn mich die Situation zu überfordern scheint, sollte ich trotzdem versuchen, meinen Anspannungszustand herunter zu regeln und nicht kopflos beginnen und in die Stotterfalle laufen. Wenn ich auch nur versucht habe es zu schaffen und es dann trotzdem nicht gut geklappt hat, brauche ich mir auch keine Vorwürfe zu machen. Leider fühlt man sich in manchen Situationen so überfahren, dass man gar nicht daran denkt, an das herunter regeln zu denken. Aber in der Nachbewertung der Situation sollte man sich vornehmen, in der nächsten vergleichbaren Situation daran zu denken.

Ich stelle mir in der „Nachbereitung“ also noch einmal die Situation und mein Verhalten vor, regle über die Pause und über das Spüren des kühlen Atems meine Anspannung herunter und lasse mir dann soviel Zeit wie ich gerade brauche um das vorher gestotterte jetzt lockerer zu sprechen. Bei heftigen emotionalen Erlebnissen kann es durchaus auch einmal bis zu 10 Neustarts brauchen, um es richtig flüssig und natürlich hin zu bekommen. Und manches Mal geht einfach trotz allen Einsatzes im Augenblick nicht, weil man noch zu aufgewühlt ist. Dann sollte man das akzeptieren und die Nachbereitung später wiederholen, wenn man sich wieder etwas gefangen hat.

Wichtig ist, dass man in der Nachbereitung nicht erzwingen will, sondern mit einer aktiven Gelassenheit an die Sache heran geht und sich sagt: „Jetzt versuche ich, ob es mit jetzt besser gelingt.“

Weiteres findest du auch noch unter:
http://www.ropana.de/seite1.htm

Oder rufe mich einmal an.

Herzlichst

Roland

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Re: ROPANA®-Methode/Roland Pauli, Fragen, Antworten, Erfahrungen

Beitrag von Micha136 » 12. März 2009 13:52

sebi18 hat geschrieben:... Leitsätze ...
Hmm, Sebi18, nur eine kurze Verständnisfrage - so von einem Außenstehenden:
Kommst du manchmal eigentlich mental/gedanklich in den Prioritäten/Reihenfolgen zwischen dem, was du sagen möchtest und den Leitsätzen durcheinander oder kannst du das gut trennen?

@Roland
Diese Seite hier und diese http://www.ropana.de/erfahrungsberichte.htm sind ja fast identisch, hmm :)

Alles Gute, Micha.
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Rolands Leitsätze ...

Beitrag von Ernst-Martin » 14. März 2009 10:08

Micha136 hat geschrieben:
sebi18 hat geschrieben:... Leitsätze ...
Hmm, Sebi18, nur eine kurze Verständnisfrage - so von einem Außenstehenden:
Kommst du manchmal eigentlich mental/gedanklich in den Prioritäten/Reihenfolgen zwischen dem, was du sagen möchtest und den Leitsätzen durcheinander oder kannst du das gut trennen?

Alles Gute, Micha.
Mir wäre es nur wichtig, wenn mir bei Bedarf gleich der richtige Lehrsatz einfallen würde ... z.B. langsam ... und tief durchatmen und dann konzentriert weiter ...

Lieber Roland,
einen guten Gedanken kann man gar nicht oft genug verbreiten z.B. wie auch das "Vater unser" ..., weil man dabei merkt, wie unwichtig unsere Sorgen sein können gegenüber anderen Problemchen!
:)
Zuletzt geändert von Ernst-Martin am 15. März 2009 01:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rolands Leitsätze ...

Beitrag von Micha136 » 14. März 2009 21:28

Ernst-Martin hat geschrieben:einen guten Gedanken kann man gar nicht oft genug verbreiten z.B. wie auch das "Vater unser" ..., weil man dabei Pmerkt, wie unwichtig unsere Sorgen sein können gegenüber anderen Problemchen!
Geht das eigentlich auch ohne das "Vater unser" zu kennen, Ernst-Martin? :)
Alles Gute, Micha.
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die Therapie ...

Beitrag von Ernst-Martin » 15. März 2009 01:54

Nein, lieber Michael!

Dies gehört zu meiner "Therapie" - genau wie Brot und Wein in der Sonntagsmesse ...
§prost

Viel Spaß!
Ernst-Martin,
der Lechgeist
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Re: die Therapie ...

Beitrag von Micha136 » 15. März 2009 03:04

Ernst-Martin hat geschrieben:Nein, lieber Michael! ... Dies gehört zu meiner "Therapie" - genau wie Brot und Wein in der Sonntagsmesse ... §prost
Viel Spaß!
Und wie sieht das deiner Meinung nach bei anderen Menschen aus, Ernst-Martin? ... geht das da ohne das "Vater unser"?
Viele Grüße, Micha.
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Ruhig werden ...

Beitrag von Ernst-Martin » 15. März 2009 14:10

Jeder nach seiner Mentalität:
der eine geht zum Boxkampf, der andere singt "Marienlieder" (sie sind ja Liebeslieder) ...
je nachdem, wer mehr Enttäuschungen bei seiner Idee erlebt!
... und jetzt schaue ich mir den Kommissar Maigret an.
§prost
Ernst-Martin,
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Re: ROPANA®-Methode/Roland Pauli, Fragen, Antworten, Erfahrungen

Beitrag von Quax » 16. März 2009 23:40

Lieber Roland,
einen guten Gedanken kann man gar nicht oft genug verbreiten z.B. wie auch das "Vater unser" ..., weil man dabei merkt, wie unwichtig unsere Sorgen sein können gegenüber anderen Problemchen!
Schön gesagt, Ernst-Martin §dup, aber wir wollen mal nicht so sein: das NT ist voller schöner Gedanken :D

Viele Grüße

BERND :D

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Re: ROPANA®-Methode/Roland Pauli, Fragen, Antworten, Erfahrungen

Beitrag von Micha136 » 17. März 2009 21:06

Quax hat geschrieben:... aber wir wollen mal nicht so sein: das NT ist voller schöner Gedanken :D
Der Koran, die Vedas, die Tora und diverse andere spirituelle, religiöse Bücher im Übrigen auch :) ...

Doch wie sagte Erich Kästner schon "Es gibt nicht Gutes, außer man tut es." :) ... ist wohl abgeleitet von "An ihren Taten soll man sie messen" (so oder so ähnlich, zu mehr reichen meine Bibelkenntnisse nicht - man vergebe mir :)) ... und diese Sätzen wurde wahrscheinlich von vor dem Jahr 0 irgendwoher abgeleitet :) ... usw.

Nun, wir wissen bzw. vielmehr wohl ich weiß es nicht und das ist auch nicht so schlimm ... denn die Taten zählen ja.

Doch zurück zum eigentlichen Thema ...
@Roland
Wie sind denn deine Erfahrungen damit, was Personen als Gründe angeben, warum sie eventuell die Leitsätze nicht konsequent verinnerlichen können? ... hmm, und vielleicht vorher, die Frage: gibt es auch Schwierigkeiten beim Erlernen/Anwenden der ROPANA-Methode, Roland?


Alles Gute, Micha.

PS: Frage an Roland Pauli wurde 22:26 Uhr ergänzt ...
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Re: ROPANA®-Methode/Roland Pauli, Fragen, Antworten, Erfahrungen

Beitrag von Quax » 26. März 2009 15:57

... wo wir schon mal bei Fragen an Roland sind, ich hätte auch noch gerne etwas bzgl. Ropana gewusst:

(1) Sollte man sich bei der Ropana-Methode den Satz den man sprechen will schon im Voraus wortwörtlich überlegen (wie bei vielen Methoden) oder sollte man von Anfang an das s.g. "Denksprechen" praktizieren, sprich sich über das Thema / den Inhalt seiner Äußerung grob im Klaren sein und die Worte dann praktisch von selbst kommen lassen ?

(2) Frage mangels Übung (noch :wink: ): Wie wahrscheinlich ist es, dass ich in der Nachbereitung flüssiger spreche als im ersten, verkorksten Satz ? Ich persönlich bin nämlich meistens schon froh darüber, dass ich den Satz "draußen" habe und hätte irgendwie die Befürchtung, in der Nachbereitung wieder an der / n gleichen Stelle / n hängen zu bleiben, warum sollte ich mich dann also dieser Gefahr aussetzen ?

So, ich muss leider weiter. Vielen Dank für deine Mühe, Roland

Viele Grüße an alle

BERND :D

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Re: ROPANA®-Methode/Roland Pauli, Fragen, Antworten, Erfahrungen

Beitrag von Roland Pauli » 26. März 2009 18:53

Quax hat geschrieben:... wo wir schon mal bei Fragen an Roland sind, ich hätte auch noch gerne etwas bzgl. Ropana gewusst:

(1) Sollte man sich bei der Ropana-Methode den Satz den man sprechen will schon im Voraus wortwörtlich überlegen (wie bei vielen Methoden) oder sollte man von Anfang an das s.g. "Denksprechen" praktizieren, sprich sich über das Thema / den Inhalt seiner Äußerung grob im Klaren sein und die Worte dann praktisch von selbst kommen lassen ?

Es genügt, sich den Inhalt grob zu überlegen und dann in aller Ruhe zu starten.

(2) Frage mangels Übung (noch :wink: ): Wie wahrscheinlich ist es, dass ich in der Nachbereitung flüssiger spreche als im ersten, verkorksten Satz ? Ich persönlich bin nämlich meistens schon froh darüber, dass ich den Satz "draußen" habe und hätte irgendwie die Befürchtung, in der Nachbereitung wieder an der / n gleichen Stelle / n hängen zu bleiben, warum sollte ich mich dann also dieser Gefahr aussetzen ?

So, ich muss leider weiter. Vielen Dank für deine Mühe, Roland

Viele Grüße an alle

BERND :D
Probiere es einfach, sei mutig. Da Du die Nachbereitung für Dich alleine in einem ruhigen Umfeld machen kannst, geht es auch leichter. Es sei denn, Du erwartest sofort einen riesigen Erfolg und setzt Dich damit selbst unter Druck.

Noch etwas zur Nachbereitung:

In vielen Situationen kann das Gefühl aufkommen, nicht so viel Zeit zu haben wie man bräuchte, um in die Sprechruhe zu finden und ruhig mit dem Sprechen zu beginnen. Oft fühlt man sich unbewusst gedrängt oder will einfach selbst zu schnell starten, weil man denkt, dass der Gesprächspartner das von einem erwartet. Da ist es sinnvoll, nach Gesprächen in Ruhe zu reflektieren, wie die Situation tatsächlich war. Wenn man im Nachhinein etwas betrachtet, bekommt man ganz oft einen anderen Blickwinkel und kann dann vielleicht feststellen, dass man sich selbst hineingestresst hat und man sich wesentlich mehr Zeit hätte gönnen können.

Diese Nachbewertung ist sehr wertvoll für eine objektiviere Beurteilung der erlebten Sprechsituation. Wichtig ist dann, sich klar zu machen, dass man beim Sprechen über seine Zeit verfügen darf, denn ich bin dafür verantwortlich, dass die Rahmenbedingungen für gutes Sprechen bei mir stimmen. Wenn ich in einem zu hohen Anspannungszustand spreche und dann stottere oder völlig blockiere, hilft das weder mir noch dem Gesprächspartner.

Nicht mein Gegenüber kann für mich entscheiden, wann ich starte oder wie ich mit meinem hohen Anspannungslevel umgehe, sondern nur ich kann das, und nur ich habe das in meinen Händen. Auch wenn mich die Situation zu überfordern scheint, sollte ich trotzdem versuchen, meinen Anspannungszustand herunter zu regeln und nicht kopflos beginnen und in die Stotterfalle laufen. Wenn ich auch nur versucht habe es zu schaffen und es dann trotzdem nicht gut geklappt hat, brauche ich mir auch keine Vorwürfe zu machen.

Leider fühlt man sich in manchen Situationen so überfahren, dass man gar nicht daran denkt, an das Herunteregeln zu denken. Aber in der Nachbewertung der Situation sollte man sich vornehmen, in der nächsten vergleichbaren Situation daran zu denken.
Ich stelle mir in der „Nachbereitung“ also noch einmal die Situation und mein Verhalten vor, regle über die Pause und über das Spüren des kühlen Atems meine Anspannung herunter und lasse mir dann soviel Zeit wie ich gerade brauche, um das vorher gestotterte jetzt lockerer zu sprechen. Bei heftigen emotionalen Erlebnissen kann es durchaus auch einmal bis zu 10 Neustarts brauchen, um es richtig flüssig und natürlich hin zu bekommen. Und manches Mal geht einfach trotz allen Einsatzes im Augenblick nicht, weil man noch zu aufgewühlt ist. Dann sollte man das akzeptieren und die Nachbereitung später wiederholen, wenn man sich wieder etwas gefangen hat.

Wichtig ist, dass man in der Nachbereitung nicht erzwingen will, sondern mit einer aktiven Gelassenheit an die Sache heran geht und sich sagt: „Jetzt versuche ich, ob es mit jetzt besser gelingt.“

Verhaltensänderungen sind äußerst schwierig und erfordern viel Geduld und tausendfache Wiederholungen, um am Ende automatisch in das gewünschte Verhaltensmuster zu gelangen.

Da kommt mir folgendes Zitat eines mir unbekannten Autors in den Sinn: „Nichts ist schwieriger für einen Menschen, als sein eigenes Verhalten zu verändern.“
Wer mit Rückschmerzen zur Krankengymnastin kam und seine Bewegungsmuster umstellen sollte, kann ein Lied davon singen. Der Körper lässt eingefahrene Bewegungen immer wieder ablaufen, es sei denn ich mache die neuen gewünschten Muster ganz bewusst mehrere tausend Mal. Erst dann kann man davon ausgehen, dass das neue Bewegungsprogramm im Gehirn fest verankert ist und automatisch abläuft.

Nun ist das Sprechen weitaus komplexer und Stottern wird sehr leicht durch vielfältige innere und äußere Einflüsse begünstigt und verstärkt. Um da einen neuen Automatismus zu erreichen, braucht es ganz viel regelmäßiges Training und Geduld mit den typischen Schwankungen gelassen umzugehen.

Wenn ich möglichst sofort da eingreife, wo das Stottern auftaucht, habe ich da zu meinem Unterbewusstsein den besten Zugriff. Also sollte ich auch im Alltag absetzen, herunterregeln und mit Ruhe neu starten, um nicht immer wieder die alten Stottermuster zuzulassen und zu stärken.

Am Abend solltest du den Tag noch einmal Revue passieren lassen und gestotterte Passagen flüssig für dich durchsprechen, damit du ein gutes Gefühl bekommst, weil du die Dinge, die tagsüber nicht so gut geklappt und dich damit vielleicht belastet hatten, wenigsten jetzt flüssig aussprechen konntest.

Es genügt, gestotterte Passagen sinngemäß nachzubereiten. Oft fällt einem dann in aller Ruhe sogar noch eine bessere Formulierung ein, die man dann auch nehmen darf. So kann man nicht nur eine sprechmotorisch, emotionale Nachbereitung machen, sondern auch eine, die die sprachliche Ausdrucksfähigkeit weiter entwickelt.

Oft fällt einem dann in aller Ruhe sogar noch eine bessere Formulierung ein, die man dann auch nehmen darf.

Herzlichst
Roland
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Re: ROPANA®-Methode/Roland Pauli, Fragen, Antworten, Erfahrungen

Beitrag von Micha136 » 26. März 2009 22:10

Ich bin mal etwas "pingelig", Roland :) ... wahrscheinlich hast du die direkte Frage an dich übersehen, weil ich sie eine Stunde erst später eingefügt hatte ... Danke im Voraus, Micha.
Micha136 hat geschrieben: @Roland
Wie sind denn deine Erfahrungen damit, was Personen als Gründe angeben, warum sie eventuell die Leitsätze nicht konsequent verinnerlichen können? ... hmm, und vielleicht vorher, die Frage: gibt es auch Schwierigkeiten beim Erlernen/Anwenden der ROPANA-Methode, Roland?


Alles Gute, Micha.

PS: Frage an Roland Pauli wurde 17.03.2009, 22:26 Uhr ergänzt ...
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